S2E03 - Verwandte Seelen

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Staffel 2

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Heldeninfo


Episode: Verwandte Seelen
OT: Kindred
Staffel 2
US-Erstausstrahlung: 08.10.2007

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Kurzzeithelden


Um eine sichere Zukunft für beide zu ermöglichen, müssen sich Micah und Niki Sanders kurzzeitig trennen. Hiro schickt eine Botschaft aus der Vergangenheit und Peter bemüht sich, dem Geheimnis seiner Existenz auf den Grund zu kommen. Claire vertraut sich West an.

Langzeithelden


An einem Strand öffnet ein Mann die Augen – es ist Sylar! Der Bösewicht aus der ersten Staffel lebt, und lässt es sich offensichtlich gut gehen, doch der Eindruck täuscht. Wie ihm Candice, seine Begleiterin, offenbart, ist der Strand nur Illusion – geschaffen von ihr, um seinen Heilungsprozess zu erleichtern. Als Sylar darum bittet, die Wirklichkeit sehen zu dürfen, findet er sich schwer verletzt in einem Versteck wieder.
Nach einer kurzen Weile gelingt es ihm, einen Teil seiner Kraft und Beweglichkeit zurückzuerlangen. Sylar überwältigt und tötet die ihn umsorgende Candice, dann verlässt er das Haus – und steht plötzlich hilf- und orientierungslos in einem Dschungel.
Claire Bennet hat Probleme, sich den neugierigen Mitschüler West vom Hals zu schaffen, der ihren Fähigkeiten auf die Schliche gekommen ist. West nutzt jede Gelegenheit, um Claire spielerisch unter Druck zu setzen, bis sie schließlich nachgibt und mit ihm über ihre Andersartigkeit spricht. Daraufhin packt West das überraschte Mädchen und macht mit ihr eine Spritztour über die Stadt – denn West kann fliegen. Er wäre der perfekte boyfriend, doch trägt West ein Geheimnis mit sich, das mit Claires Vater zu tun hat.
Niki und Micah Sanders stehen am Grab von D.L., als Niki beschließt, dass es Zeit für einen Neubeginn ist. Sie will nicht länger Sklavin ihrer Kräfte sein und macht sich auf die Suche nach einer Methode, die Jessica-Attacken und die damit einhergehenden Nebenerscheinungen ein für alle Male loszuwerden. Niki will sozusagen ein Gegenmittel, und um es zu bekommen, ist sie sogar bereit, sich an die Firma zu wenden. Natürlich kann sie ihren Sohn dabei nicht gebrauchen. Gegen seinen Willen liefert sie Micah daher bei Nana, einer entfernten Verwandten, und deren Familie ab. Dann wendet sie sich an Firmenvertreter Bob.
Hiro Nakamura hat einen Weg gefunden, aus der Vergangenheit mit Ando in der Gegenwart zu kommunizieren: Er schreibt seine Nachrichten auf Zettel, die er in Kenseis Schwert versteckt. Ando findet sie durch Zufall und liest, wie es seinem alten Freund in der Vergangenheit ergeht. Hiro versucht noch immer, aus Kensei den Helden zu machen, als den ihn die Geschichtsschreibung bezeichnet, doch dieses Unterfangen erweist sich als schwierig. Immerhin scheint Kensei unverwundbar zu sein – eine Eigenschaft, die in der Schlacht von nicht geringem Wert sein dürfte, wie Hiro ihn spontan ausprobieren lässt. Gegen sein besseres Wissen beginnt Hiro auch, sich unsterblich in Yaeko zu verlieben, die laut Historie eigentlich doch an Kenseis Seite leben sollte …
In Irland bemüht sich Peter Petrelli derweil, seiner Identität auf den Grund zu gehen – und seine neuen Freunde, die irische Gaunerfamilie, in die er hineingeplatzt ist, davon zu überzeugen, dass er, der doch Blitze ausschicken und Objekte mit Gedankenkraft bewegen kann, kein Alien ist. Peter nimmt an einem Raubzug der Gang teil, um sich ihr Vertrauen zu sichern. Außerdem hat er ein Auge auf die schöne Caitlin geworfen.
Alejandro und Maya setzen ihre Reise zur amerikanischen Grenze fort, geraten jedoch an neue Probleme, als Alejandro von den Behörden verhaftet wird. Gegen seinen Willen, wird er von Maya aus dem Gefängnis befreit.
In den Unterlagen der Firma, für die er jetzt arbeitet, findet Mohinder Suresh ein weiteres Bild des verstorbenen Isaac Mendez. Es zeigt Noah Bennet – tot.

Review


Hrmpf, die zweite. Zugegeben: Nach der Studie in Schnarch, welche da war „Lizards“, bietet „Kindred“ zumindest in einigen seiner Handlungsstränge interessante Entwicklungen. Zu allererst sei Sylar erwähnt, dessen erneutes Auftreten zwar nicht gerade die dramaturgische Offenbarung bedeutet und an der Originalität der „Heroes“-Autoren zweifeln lässt, der dieser bisher doch eher vor sich hindümpelnden zweiten Staffel jedoch hoffentlich die dringend benötigte Portion Pepp verleihen wird. Wie? Keine Ahnung, aber ich lasse mich gerne überraschen.
Die Verpflichtung von Nichelle Nichols ist ein angenehmer Bonus, den ich als alter Trekkie dankbar zur Kenntnis nehme. Nach George Takei als Hiros Vater, dessen Nummernschild (NCC-1701) und dem Auftreten von Dominic „Mr. Reed“ Keating, ist Nichols schon der vierte Bückling, den „Heroes“ vor der Genre-Kultserie schlechthin vollzieht. Schön, schön – doch ist es unverzeihlich, wie Tim Krings Serie den eingekauften Star nutzt: nämlich gar nicht. Nana ist für den Verlauf der Storyline um Micah Sanders so unwichtig wie ein Sack Reis in China und offensichtlich nur konzipiert worden, damit Miss Nichols hin und wieder publicityträchtig durchs Bild laufen kann. Hoffentlich hat sie dafür wenigstens eine ordentliche Stange Geld bekommen.
Welchen Nutzen Alejandro und Maya für die Staffel haben, darf ebenfalls gefragt werden – dieser Folge zumindest haben sie aber auch gar nichts hinzuzufügen. Der Handlungsstrang um den inhaftierten Alejandro ist mindestens so unwichtig wie Nana Nichols und dient allein dem Schinden von Zeit und der Geduld des Publikums. Dieser zweiten Serienstaffel fehlt ein entscheidendes Element: der rote Faden, der von Anfang an alle Figuren an einem gemeinsamen Strang ziehen lässt. „Heroes“ braucht dringend (!) einen weiteren Cheerleader, den es retten kann.
Ach ja, noch was: Ist Ihnen aufgefallen, wie peinlich die Erklärung der Autoren war, das teure Set von Isaac Mendez’ Apartment auch für Staffel zwei wieder nutzen zu können? Die Firma hat die Wohnung „aufgekauft“, in der einst Sylar den Maler tötete, und lässt nun Mohinder darin am Shanti-Virus forschen. Mhm, na klar. Wenn Nathan Petrelli der Flying Man ist, wie ihn Hiro oft bezeichnet hat, dann ist Jennifer Philbin, Autorin dieser Episode, aber Coincidence Woman! Zufälle gibt’s …

geschrieben von: Christian Humberg

Superfakten


  • Casting-Coup Nummer 512: Für die (viel zu kleine) Rolle der Nana konnten die Produzenten niemand geringeres als Nichelle „Nyota Uhura“ Nichols verpflichten, die Millionen Fans auf der ganzen Welt aus „Star Trek – Raumschiff Enterprise“ bekannt ist. Nach George Takei ist Nichols der zweite Darsteller des klassischen Trek-Ensembles, der in „Heroes“ auftritt. Von der sechsten Trek-Serie „Enterprise“ hatte auch Co-Hauptdarsteller Dominic Keating in Staffel 2 der Heldenshow einen Gastauftritt.
  • Candice Willmer, Sylars begabte Retterin, kennt der Zuschauer bereits aus diversen Episoden der ersten Staffel, wo sie für Linderman und die Firma aktiv war.

Heldensprech


  • Candice: „Die Menschen, für die ich arbeite, werden dafür sorgen, dass es Ihnen besser geht. Ihr Rücken ist bereits verheilt, nur Ihre Brust macht uns noch Sorgen. Und wenn sie erst einmal geheilt ist, werden sie sich ihre Kräfte wieder aneignen können. Mit meiner Hilfe, selbstverständlich.“
    Sylar: „Sie? Wie können Sie mir schon helfen? Indem Sie noch eine Portion Rührei machen?”
    Candice: „Indem ich es Ihnen leichter mache. Indem ich es unterhaltsam mache.“

Heldenorte


New York City, NY; New Orleans, LA; Hartsdale, NY; Costa Verde, CA; Las Vegas, NV; Otsu, Japan; Cork, Irland; irgendwo in Mexiko


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